Tiefdruck
Im Tiefdruck besteht die Druckform aus einem Stahlzylinder mit einer Kupferbeschichtung.
Der Zylinder kann eine Breite von 5 m und einen Durchmesser bis zu 1,6 m haben. Darauf kommt
eine weitere, ca. 0,1 mm starke Kupferschicht (das Gravurkupfer). In diese zweite Kupferschicht
wird das Druckbild als tief gelegene Näpfchen mit einem Diamantstichel eingraviert. Pro Sekunde
können etwa 8000 Näpfchen eingraviert werden. Dazu wird eine Diapositivform auf gleichmäßig
gerastertes Pigmentpapier kopiert und von diesem aus auf den Zylinder übertragen. Die zweite
Kupferschicht kann zusätzlich verchromt werden, um eine bessere Haltbarkeit zu erreichen.
Dies wird vor allem in höheren Auflagenbereichen genutzt. Nach dem Druck wird die dünne
Kupferbeschichtung wieder abgezogen, so dass der Stahlzylinder wieder verwendet werden kann.
Die Art der Gravur im Tiefdruck ermöglicht eine exakte und zuverlässige Wiederholbarkeit des
Ergebnisses. Für jede Druckfarbe wird eine eigene Montage vorgenommen.
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FLEXODRUCK
Es handelt sich dabei um ein Rollenrotationsverfahren , bei dem flexible Druckplatten mit Druckfarben
verwendet werden. Da beim Flexodruck ein kurzes Farbwerk ohne zahlreiche Walzen eingesetzt wird,
ist er ebenso mit dem Tiefdruckverfahren verwandt. Generell besitzt das Flexodruckwerk eine Rasterwalze,
welche die Druckplatte einfärbt, einen Druckzylinder, auch Formatzylinder genannt, auf dem die Druckplatte
befestigt ist, und einen Gegendruckzylinder, der den Bedruckstoff führt. Abweichungen in der Bauweise
entstehen durch verschiedene Methoden, die Rasterwalze einzufärben. Unterschieden werden hierbei
Tauchwalzendruckwerk (veraltet) und Kammerrakeldruckwerk.Beim Tauchwalzendruckwerk wird über die Tauchwalze
Farbe an die Rasterwalze abgegeben. Die überschüssige Farbe kann mit Hilfe eines Rakelmessers, welches steil
gegen die Rasterwalze steht, abgestreift werden. Die Rasterwalze hat ein offenes oder geschlossenes
Rakelsystem. Beim Kammerrakelsystem oder offenem Rakelsystem wird ebenfalls die überschüssige Druckfarbe mit
einem Rakelmesser von der Rasterwalzenoberfläche abgestreift. Bei diesem Verfahren wird jedoch die Farbe in
eine Kammer gepumpt, welche dicht mit Luftdruck an die Rasterwalze drückt und die Rakelmesser enthält.
Rakelmesser bestehen üblicherweise aus Stahl, Varianten sind Kunststoffrakel und keramikbeschichtete Stahlrakel.
Die Farbdosierung erfolgt, im Gegensatz zu anderen Druckverfahren, lediglich über Rasterwalzen unterschiedlicher
Lineatur.
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